Verkehrsrechtskanzlei Landshut

Das Verkehrsrecht stellt seit vielen Jahren u.a. meinen Tätigkeitsschwerpunkt als Rechtsanwalt für Verkehrsrecht dar. Ich berate und vertrete Sie zielgerichtet und effektiv sowohl außergerichtlich als auch vor Gericht.

Bitte lesen Sie dazu folgende Themen:

Inhaltsverzeichnis

» Unfallregulierung
» Schadenregulierung
» Fahrerlaubnisrecht
» Bußgeldbescheid
» Verkehrsstrafrecht
» Alkohol am Steuer
» Punkte in Flensburg

Unfallregulierung


Wir helfen Ihnen bei der Durchsetzung sämtlicher in Betracht kommender Ansprüche. Die derzeitige Praxis zahlreicher Kfz-Haftpflichtversicherer geht dahin, dass es zu einer erheblichen Kürzung der geltend gemachten Ansprüche kommt.

Um hier eine ordnungsgemäße und für Sie als Geschädigten stressfreie Unfallregulierung zu gewährleisten, ist es sinnvoll, bereits von Anfang an einen Anwalt hiermit zu beauftragen. Die Anwaltsgebühren hat die gegnerische Haftpflichtversicherung in demselben Umfang zu tragen, wie sie auch für den sonstigen Schaden haftet. Für die mögliche Differenz tritt Ihre Rechtsschutzversicherung ein.

Unmittelbar nach dem Unfall

Folgende Maßnahmen an der Unfallstelle sollten Sie in jedem Fall ergreifen, um Ihre Rechtsposition zu sichern:
*Kennzeichen des Unfallgegners notieren
*Daten unbeteiligter Zeugen notieren (evtl. auch Kennzeichen)
*Ausführliche fotografische Dokumentation der Unfallschäden auch und gerade am gegnerischen Fahrzeug
*Fotografische Dokumentation der Unfallstelle und der Endstellung der Fahrzeuge

Diese Maßnahmen sind zwingend erforderlich, um Beweise zu sichern, für den Fall, dass es im Nachhinein zu Streit um die Haftungsquoten kommt, was in der Praxis nahezu den Regelfall darstellt. Wenn Sie diese Beweise in einem späteren Rechtsstreit nicht vorlegen können, kann es passieren, dass Sie, obwohl Sie eigentlich nicht schuld am Unfall sind, trotzdem einen Großteil Ihres Schadens und auch noch des Schadens des Gegners selbst zu tragen haben. Durch die vorbereitende Tätigkeit erleichtern Sie Ihrem Anwalt die Durchsetzung Ihrer berechtigten Schadensersatzansprüche gegenüber der Haftpflichtversicherung ungemein.

Verlassen Sie sich nicht auf die eventuell herbeigerufene Polizei. Diese ist nicht verpflichtet, Beweise zu sichern. Bei sog. Kleinunfällen ausschließlich mit Sachschaden, kommt die Polizei oft gar nicht und wenn, notiert sie nur die Daten der Unfallbeteiligten. Später kommen Sie dann in Beweisnot, wenn der Unfallgegner seine Schuld bestreitet.

Schadenregulierung


Nach Abschluss der unmittelbaren Sofortmaßnahmen beginnt die Phase der Schadenregulierung. Als Geschädigter trifft Sie die sog. Schadensminderungspflicht, d.h. Sie haben den Schaden so gering wie möglich zu halten, auch im eigenen Interesse. Dies gilt es insbesondere zu beachten, wenn bspw. Der Abschleppunternehmer beauftragt wird. Sofern Sie über einen Schutzbrief verfügen, der Abschleppkosten mit umfasst, wenden Sie sich bitte zunächst an Ihren Versicherer, bevor Sie oder die Polizei einen unabhängigen und evtl. überteuerten Absschleppunternehmer beauftragt. Stellt sich nämlich später heraus, dass der Gegner nur zum Teil für den Schaden haftet, bleiben Sie u.U, auf erheblichen Kosten sitzen. Sie selbst sind nämlich Vertragspartner des Abschleppunternehmers. Vergleichbares gilt für den Fall, dass Sie auf ein Ersatzfahrzeug angewiesen sind. Unterschreiben Sie auf keinen Fall einen Vertrag mit den Konditionen eines sog. Unfallersatztarifs. In der Rechtssprechung ist mittlerweile geklärt, dass der Schädiger diesen z.T. bis zu 70% höheren Mietwagentarif grundsätzlich nicht zu ersetzen hat. Diese Rechtsprechung hat sich zu zahlreichen Autovermietern leider noch nicht durchgesprochen. Der große Schrecken kommt dann für Sie am Ende der Schadenregulierung. Sie schulden dem Autovermieter für eine mehrwöchige Mietdauer bspw. 2.000 €, die gegnerische Versicherung ersetzt Ihnen aber nur die üblichen Mietwagenkosten von bspw. 1.000 €. Den Rest zahlen Sie aus eigener Tasche.

Zu unserer Beratung gehört selbstverständlich auch der Hinweis auf solche Gefahren. Suchen Sie daher unmittelbar nach dem Unfall einen Rechtsanwalt auf und treffen Sie nicht ohne Beratung nicht zwingend erforderliche Dispositionen.

Auch raten wir davon ab, sich bei der Schadenregulierung in die Hände der gegnerischen Versicherung zu begeben. Das angebotene „Schadensmanagement“ birgt die Gefahr, dass nicht alle berechtigten Positionen ersetzt werden. Bedenken Sie: Die gegnerische Haftpflichtversicherung vertritt in erster Linie ihre eigenen und die Interessen ihres Versicherungsnehmers, nicht aber die Interessen des Geschädigten!

Lassen Sie sich von jemandem vertreten, der ausschließlich Ihre Interessen vertritt, nur dann kann die Schadenregulierung erfolgreich sein.

Häufige Fragen in der Beratung in Unfallsachen sind:

Personenschaden/Schmerzensgeld
Totalschaden
Reparaturkosten
Fiktive Abrechnung auf Basis eines Gutachtens/Kostenvoranschlages
Mehrwertsteuer
Nutzungsausfall
Unfallersatztarif
Mietwagenkosten
An- und Abmeldegebühr
Mehraufwandpauschale
Haftungsquote
Betriebsgefahr
Kaskoschaden
Arztkosten
Haushaltsführungsschaden
U.v.m.

In diesen und allen weiteren Fragen der Unfallschadenregulierung beraten und vertreten wir Sie umfassend und kompetent.

Fahrerlaubnisrecht


Hier geht es meist um existentielle Fragen, nämlich um den Bestand der Fahrerlaubnis. Ohne Fahrerlaubnis kann man seinen Beruf oft nicht oder nur eingeschränkt ausüben. Gerade, wenn man auf dem Land wohnt, ist man auf das Fahrzeug und die Fahrerlaubnis angewiesen.

Sofern Sie als Mehrfachtäter im Flensburger Verkehrszentralregister eingetragen sind, wird die örtliche Fahrerlaubnisbehörde bei Erreichen bestimmter Punktestände auf Sie zukommen und gegebenfalls Auflagen erteilen, die Sie zu befolgen haben. Schlimmstenfalls kommt es zur sofortigen Entziehung der Fahrerlaubnis. Hier gilt es, bereits frühzeitig einen Verkehrsrechtsanwalt einzuschalten, bevor das „Kind in den Brunnen gefallen“ ist. Anwaltlicher Rat und Vertretung können Ihre Fahrerlaubnis u.U. retten.

Wir beraten und vertreten Sie in sämtlichen Fahrerlaubnisangelegenheiten:
begleitetes Fahren
Fahren auf Probe
MPU
Entziehung der Fahrerlaubnis
Punkteabbau
Sperrzeitverkürzung
U.v.m.

Bußgeldverfahren


Verkehrsordnungswidrigkeiten von einigem Gewicht werden mit Bußgeldbescheiden geahndet. Da ein rechtskräftiger Bußgeldbescheid nicht nur direkte finanzielle Auswirkung auf den Betroffenen hat, sondern in zahlreichen Fällen auch durch die damit verbundene Punkteeintragung im Flensburger Verkehrszentralregister indirekte Folgen für die Fahrerlaubnis drohen ist hier anwaltliche Unterstützung jn vielen Fällen angebracht und kann Ihnen unter Umständen sogar Ihren Führerschein retten.

Es gilt der gleiche Grundsatz wie im Strafrecht, dass man ohne vorherige Akteneinsicht durch einen Rechtsanwalt keinerlei Angaben zur Sache machen sollte, um sich sämtliche Rechte und Verteidigungsmöglichkeiten zu bewahren. Oftmals beantwortet der Betroffene im Anhörungsbogen neben den Fragen zu seinen Personalien (diese Angaben sind im Übrigen Pflichtangaben) auch noch die Frage: „Waren Sie der verantwortliche Fahrzeugführer?“ mit ja und meint dann, wenn er die nächste Frage „Geben Sie den Verkehrsverstoß zu?“ mit Nein beantwortet, sich noch ausreichend verteidigen zu können. Dies ist jedoch eine fatale Fehlbeurteilung. In vielen Fällen wird die Bußgeldbehörde tätig aufgrund einer Anzeige eines anderen Verkehrsteilnehmers. Dieser kann oftmals jedoch den Fahrer nicht identifizieren. Mit der Beantwortung der Frage nach dem Fahrzeugführer hat sich der Betroffene also unnötig selbst belastet und sich somit eines der wichtigste Verteidungsmittel begeben.

Durch die frühzeitige Einschaltung eines Rechtsanwaltes können Sie dazu beitragen, Ihre Rechte zu wahren.

Bußgeldverfahren können für die verschiedensten Verkehrsverstöße eingeleitet werden:
Geschwindigkeitsüberschreitung
Abstandsunterschreitung
Handy-Nutzung während der Fahrt
nicht ausreichendes Reifenprofil
ungesicherte Ladung
LKW-Maut
u.v.m.

Insbesondere bei Messungen von Geschwindigkeiten und Abständen wenden die Bußgeldbehörden sog. standartisierte Messverfahren an. Für den technischen Laien ist nicht erkennbar, ob diese Messungen korrekt erfolgten, oder ob sich hier Angriffspunkte für eine erfolgreiche Verteidigung bieten. Unsere Kanzlei kooperiert auf diesem Gebiet mit unabhängigen Sachverständigen, die noch vorgerichtlich die Messungen in technischer Hinsicht überprüfen, so dass hier eine realistische Beurteilung der Erfolgsaussichten eines Gerichtsverfahrens erfolgen kann.

Ein weiterer wichtiger Teilbereich der anwaltlichen Vertretung in Bußgeldsachen ist die Vermeidung eines Fahrverbotes. Hier kann mit juristischer Argumentation u.U. erreicht werden, dass der Verkehrsrichter von einem von der Bußgeldbehörde angeordneten Fahrverbot im Ausnahmefall absieht.

Verkehrsstrafrecht


Wird einem Verkehrsteilnehmer eine Straftat im Straßenverkehr vorgeworfen, ist das frühzeitige Aufsuchen eines Verkehrsrechtsanwaltes sinnvoll um hier negative Folgen vorschnellen Handelns ohne juristische Kenntnis zu vermeiden. Strafrechtliche Verurteilungen bzw. der Erlass eines Strafbefehls beim Ersttäter haben häufig auch negative Folgen für die Fahrerlaubnis. Auch hier berate ich Sie frühzeitig umfassend und kompetent.

Der Wichtigste Rat, den Sie jedoch bereits vor Aufsuchen eines Anwaltes zu beachten haben, ist, gegenüber Dritten, insbesondere den Strafverfolgungsbehörden von Ihrem Schweigerecht Gebrauch zu machen und sich auch nicht aus gut gemeinter Kooperationsbereitschaft gegenüber der Polizei zu einer Verkehrsstraftat zu äußern, bevor Ihr Anwalt nicht die Ermittlungsakte eingesehen hat, aus der sich die Beweislage ergibt.

Die Akteneinsicht ist zwingend erforderlich für die Erarbeitung einer vernünftigen Vereteidigungsstrategie. Sofern der Betroffene schon Angaben gemacht haben sollte, kann dies die Erfolgsaussichten einer Strafverteidung u.U. ganz zunichte machen.

Die wichtigsten Straftatbestände mit verkehrsrechtlichem Bezug sind:
Fahren ohne Fahrerlaubnis (auch mit nicht rechtzeitig umgeschriebener ausländischer Fahrerlaubnis)
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (Unfallflucht)
Fahrlässige Körperverletzung
Fahrlässige Tötung
Trunkenheitsfahrt
Straßenverkehrsgefährdung
Nötigung

In allen strafrechtlichen Angelegenheiten stehe ich Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und setze mich dafür ein, die Folgen der Tat für Sie so gering wie möglich zu halten. In Fällen von Fahrlässigkeitsdelikten werden unsere Gebühren grundsätzlich auch von der Verkehrsrechtsschutzversicherung übernommen.

Alkohol am Steuer


Eine Fahrt unter Einfluss von Alkohol (oder Drogen und sonstigen berauschenden Mitteln) kann verschiedenste Konsequenzen verkehrsrechtlicher Art haben. Jedem bekannt sein dürfte die 0,5-Promille-Grenze, deren bloße Überschreitung eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Weniger bekannt ist hingegen die 0,3-Promille-Grenze. Diese greift dann ein, wenn zu der bloßen Alkoholisierung noch weitere Ausfallerscheinungen oder gar ein Unfall hinzutreten. In einem solchen Fall kann man sich strafbar machen wegen Straßenverkehrsgefährdung oder Trunkenheit im Straßenverkehr. Folge einer Strafrechtlichen Verurteilung ist im Regelfall auch der Entzug der Fahrerlaubnis.

Hier die für das Verkehrsrecht einschlägigen Promille-Stufen mit den jeweiligen Folgen im Überblick:

0,3 ‰ BAK (Blutalkoholkonzentration): für Fahranfänger in der Probezeit stellt das Überschreiten dieser Grenze bereits eine Ordnungswidrigkeit dar (Bußgeld und Fahrverbot)
Für jeden Fahrer (auch Fahrradfahrer) besteht die Gefahr bei Hinzutreten weiterer Umstände (Fahrfehler, Unfall etc.). sich, je nach Tagesform, bereits durch den Genuss einer einzigen Halbe Bier strafbar zu
machen (Entzug der Fahrerlaubnis, Sperre von Mindestens 6 Monaten, Geldstrafe, Punkte in Flensburg)

0,5 ‰ BAK: Werden bei dem Führer eines Kraftfahrzeuges ein Fahrrad reicht nicht eine BAK von 0,5 ‰ oder mehr festgestellt, wird dies als Ordnungswidrigkeit verfolgt. Auf alkoholbedingte Ausfallerscheinungen
kommt es nicht an. Gleiches gilt für 0,25 mg/l AAK. Liegen aber bereits alkoholbedingte Ausfallerscheinungen vor, ist die Tat bereits strafbar.

0,8 ‰ BAK: Kommt es bei dieser BAK zu einem selbstverschuldeten Unfall nimmt die Rechtssprechung und auch die Kfz-Versicherer bereits ein grobes Verschulden an, das zu einer Rückgriffsmöglichkeit der
Versicherung auf den alkoholisierten Fahrer führt (Eigenbeteiligung bis zu EUR 5.000).

1,1 ‰ BAK: Absolute Fahruntüchtigkeit für Kraftfahrer ohne Ausfallerscheinungen und ohne jegliche Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. (Geldstrafe, Fahrerlaubnisentzug).

1,6 ‰ BAK: Absolute Fahruntüchtigkeit bei Radfahrern (Geldstrafe, Fahrerlaubnisentzug)
Bei Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis hat die Fahrerlaubnisbehörde die Beibringung einer MPU anzuordnen.

Zur Beantwortung entsprechender Fragen stehen wir jederzeit kompetent zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Rechtsanwältin Anja Kindler, Fachanwältin für Verkehrsrecht